Nachdem die Bausteine klar sind, geht es um Ordnung: ein breiter Kern als Basis, kleine Satelliten nur wenn sie bewusst begrenzt und verstanden werden.
Der Core trägt das Portfolio. Satelliten sind optional. Für viele Anleger ist ein reiner Core völlig ausreichend.
Die Grafik zeigt die Grundidee: ein großer, breit gestreuter Kern und kleine, bewusst begrenzte Ergänzungen.
Der Core ist der stabile Hauptteil des Portfolios. Er soll breit streuen, kostengünstig sein und möglichst wenig laufende Entscheidungen brauchen.
Ein einziger breit gestreuter Welt-ETF kann als Core genügen.
Viele Länder, Branchen und Unternehmen reduzieren Einzelrisiken.
Ein Sparplan verhindert, dass jede Marktschwankung zur Entscheidung wird.
Satelliten können Einzelaktien, Themen-ETFs, Gold, Krypto oder andere gezielte Ideen sein. Sie sind nicht nötig, sondern eine bewusste Ergänzung für Anleger, die Aufwand und Risiko verstehen.
Die Quoten sind Bildungsbeispiele innerhalb eines ohnehin passenden Aktienportfolios — keine gesetzlichen Grenzen und keine persönliche Empfehlung.
| Beispiel | Core | Satelliten | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Defensiv | 90 % | 10 % | Der Core bleibt klar dominant. |
| Ausgewogen | 80 % | 20 % | Mehr Raum für Beimischungen und mehr Abweichung vom Weltmarkt. |
| Offensiver | 70 % | 30 % | Deutlich höhere Abhängigkeit von den gewählten Satelliten. |
Ein Satellit ist nicht automatisch zusätzliche Diversifikation. Ein Technologie- oder USA-ETF kann dieselben Unternehmen enthalten, die im globalen Core bereits stark gewichtet sind. Dann steigt vor allem die Konzentration.
Vor jeder Beimischung sollten Zweck, Überschneidung, Kosten und österreichische Steuerfragen geprüft werden.
| Satellit | Möglicher Zweck | Zusatzrisiko / Überschneidung | Prüfen |
|---|---|---|---|
| Einzelaktien | Gezielte Unternehmensüberzeugung | Hohes Einzelwertrisiko; meist bereits im Welt-Core enthalten. | These, Positionsgröße, Bilanz, Orderkosten |
| Small Cap / Value | Andere Unternehmensgrößen oder Bewertungsstil | Lange Schwächephasen und Überschneidungen möglich. | Indexmethodik, Tracking Difference, TER |
| EM / Technologie / Sektor | Region oder Branche stärker gewichten | Klumpenrisiko und deutliche Abweichung vom Weltmarkt. | Core-Anteil, Indexkonzentration, Rebalancing |
| Gold / Rohstoffe | Andere Risikotreiber beimischen | Keine laufenden Erträge; Rohstoffprodukte können Rollverluste haben. | Produktstruktur, Kosten, Steuerstatus |
| Krypto | Hochspekulative Beimischung | Extrem hohe Schwankung, Plattform- und Verwahrungsrisiken. | Verlusttragfähigkeit, Sicherheit, Steuerpflicht |
Der Hauptteil des Portfolios soll breit gestreut sein. Satelliten kommen erst danach.
Eine kleine Quote schützt davor, dass einzelne Ideen das ganze Portfolio dominieren.
Bei Einzelaktien oder Themenwetten regelmäßig fragen: Gilt der ursprüngliche Grund noch?
Wenn ein Satellit stark gewachsen ist, kann ein Teil zurück in den Core wandern. Neue Sparraten sind steuerlich oft einfacher als Verkäufe.
Ist die Investmentthese gebrochen, hilft kein Nachkaufen aus Trotz. Dann ist eine saubere Entscheidung wichtiger als Hoffnung.
Bei langfristigem Horizont kauft der Sparplan in fallenden Märkten mehr Anteile für denselben Betrag.
Nur wirklich freies Geld investieren. Die Reserve ist kein Nachkaufbudget.
Kredite für Börseninvestments erhöhen Druck und Risiko massiv. Das passt nicht zu KIWAGs Bildungsansatz.