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Sonnenwinkel-Rechner

Berechne den optimalen Neigungswinkel für deine PV-Module — basierend auf dem astronomischen Sonnenstand an deinem Standort, für jeden Monat des Jahres.

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Der Breitengrad gibt die Nord-Süd-Position an: Rom ~42°, Linz ~48°, Hamburg ~54°. Je weiter nördlich, desto steiler die Module. Den Längengrad (Ost-West) braucht man nicht — er beeinflusst nur die Uhrzeit, nicht den Sonnenwinkel.
Monat Sonnenhöhe Mittag Optimaler Modulwinkel Tagslänge

Wie funktioniert die Berechnung?

Die Sonne steht je nach Jahreszeit und Breitengrad unterschiedlich hoch am Himmel. Im Sommer steht sie hoch (steiler Winkel), im Winter flach. Der optimale Neigungswinkel für PV-Module ist so gewählt, dass die Sonnenstrahlen möglichst senkrecht (90°) auf die Modulfläche treffen.

Optimaler Modulwinkel = 90° − Sonnenhöhe am Mittag

Beispiel: Wenn die Sonne 40° hoch steht, sollte das Modul auf 50° geneigt sein, damit die Strahlen im rechten Winkel auftreffen.

Warum braucht man nur den Breitengrad?

Die Höhe der Sonne am Mittag (Sonnenhöchststand) hängt ausschließlich vom Breitengrad ab. Der Längengrad beeinflusst nur wann die Sonne am höchsten steht (z.B. 12:05 vs. 12:25 Uhr), aber nicht wie hoch sie steht. Daher ist der Längengrad für den optimalen Modulwinkel irrelevant.

Ganzjahres-Optimum vs. saisonale Ausrichtung

Für eine feste Montage (Aufdach) wird üblicherweise ein gewichteter Jahresdurchschnitt verwendet — in Österreich ca. 30–35°. Die Gewichtung berücksichtigt die Tagslänge: Sommermonate mit 15–16 Stunden Tageslicht zählen stärker als Wintermonate mit nur 8–9 Stunden, weil im Sommer der Großteil der Jahresenergie geerntet wird. Das ergibt einen realistischeren Wert als ein einfacher Durchschnitt.

Schnee und steile Neigung im Winter

Erfahrungsgemäß rutscht Schnee ab einer Modulneigung von ca. 60° zuverlässig von alleine ab. In Österreich liegt der optimale Winterwinkel (Nov–Feb Durchschnitt) bei ca. 65–67° — also perfekt für Schneeabrutsch und gleichzeitig guten Winterertrag.

Eine steile Winterausrichtung ist besonders relevant für Anlagen die ganzjährig auf PV-Strom angewiesen sind, z.B. Berghütten, Almhütten oder netzferne Standorte. Bei normalen Hausdachanlagen mit Netzanschluss ist der Jahresdurchschnitt von 30–35° in der Regel die beste Wahl.

⚠ Haftungsausschluss Alle Berechnungen und Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Die Ergebnisse sind astronomische Richtwerte — tatsächliche Erträge hängen von weiteren Faktoren ab (Verschattung, Wetter, Modultyp, Dachform). Für präzise Standortdaten das EU-Tool PVGIS verwenden. Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
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